Mennoniten

Mennoniten gehen auf die Täuferbewegung während der Reformationszeit (16. Jhdt.) zurück. Diese Bewegung hatte ihren Ursprung in der Schweiz und Süddeutschland; sie breitete sich schnell nach Mähren, in die Niederlande und Norddeutschland aus. Aufgrund ihrer Überzeugungen erlebten Täuferinnen und Täufer Unverständnis und immer wieder Verfolgung.
Der Name >Mennoniten< ist abgeleitet von Menno Simons, einem Leiter friedfertiger Täufergemeinden im niederländisch-nieder-deutschen Raum, der von ca. 1496 bis 1561 lebte.
Die Mennonitengemeinde Friedelsheim ist um 1680 entstanden. Damals erhielten aus der Schweiz vertriebene Täuferfamilien die Erlaubnis, sich in der Pfalz niederzulassen. Bis ins 19. Jhdt. hinein durften sie nicht öffentlich zu ihren Versammlungen einladen.



Zum Selbstverständnis mennonitischer Gemeinden gehört

… die Taufe nach dem Bekenntnis des persönlichen Glaubens,
… freiwillige Gemeindemitgliedschaft aufgrund der Nachfolge Jesu,
… ihr Friedenszeugnis, das sich in Ablehnung von Gewalt und Kriegsdienst äußert,
… die Ablehnung des Eides als Ausdruck der Wahrhaftigkeit-und Unabhängigkeit vom Staat.